| Die neupreußische – oder neudeutsche Befestigungsmethode |
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| Geschichte |
| Écrit par Michael Oehlrich |
| Dimanche, 06 Décembre 2009 18:32 |
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Il n'y a pas de traductions disponibles In den Jahren nach dem Wiener Kongress (Herbst 1914 – Juni 1815), der eine deutliche territoriale Umgestaltung Mitteleuropas zur Folge hatte, wurden zeitgemäße Festungswerke überall im damaligen Deutschland zur Sicherung der zum großen Teil neu gezogenen Grenzen und der alten festen Plätze benötigt. Diese „Neupreußische Befestigungs - Methode“ war das Ergebnis von umfangreichen Studien, Versuchen und Überlegungen maßgeblicher Ingenieur-Offiziere der preußischen Armee in der Zeit nach der erfolgreichen Beendigung der Kriege gegen Napoleon I. Zu nennen wären hier: Johann Georg Gustav von Rauch (1774 – 1841), Ernst Ludwig von Aster (1778 – 1855), Johann Ludwig Leopold von Brese-Winiary (1787 – 1878) Moritz Karl Ernst von Prittwitz und Gaffron (1795 – 1885) und andere
Gedanken und Konzepte von Montalembert (1713 – 1799) - mit mehrstöckigen Geschützkasematten und detachierten Forts - und Carnot – der Aufstellung von Wurfgeschützbatterien – wurden in die Planungen einbezogen.
Wesentliche Merkmale dieser Befestigungsmethode waren:
Unter anderen werden folgende Festungen entsprechend umgestaltet: Germersheim, Minden, Koblenz, Köln, Königsberg, (Magdeburg), Mainz, Ulm, Thorn, Posen. Wegen des technischen Fortschrittes im Bereich der Militärtechnik, insbesondere der Artillerie, war das System bereits zu Beginn der 70 er Jahren veraltet. Gesteigerte Schussweiten aus gezogenen Rohren, Hinterlader, Treffsicherheit und Geschoßwirkung machten neue Konzepte erforderlich. Dies bedeutete eine weitere Vorverlegung der äußeren Fortlinie, neue Forts, größere Abstände zwischen ihnen, Errichtung von Zwischenwerken, dislozierte Geschützbatterien, Errichtung von Flankenbatterien etc. Die Festung Köln kann als anschauliches Beispiel dafür gelten. Mit dem Aufkommen der Brisanzgeschosse* – etwa ab 1886 - waren auch diese Befestigungen veraltet. Damit begann dann - nach und nach - die Ära des nicht armierten oder armierten Betons. Das war dann auch das Ende der klassischen Festungsbaukunst.
*(„Brisanzgeschosse“ – gefüllt mit Mélinit, Pikrinsäurederivaten, oder später auch TNT )
Literaturhinweise:
Ball, G.: Germersheim – die geschleifte Festung, 105 S., Speyer, 1930 Neumann, H. Dr. phil.: Festungsbaukunst, 440 S., Koblenz & Bonn, 1988 Ortenburg, G.: Waffe und Waffengebrauch im Zeitalter der Einigungskriege, 226 S., Koblenz & Bonn, 1990 |






