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Architektur des Anstoßes

Der Winkelturm in Köln-Niehl

Bunker des Jahres 2005

Winkelturm"Im Volksmund hieß er der "Zuckerhut-Bunker". In den 30er Jahren patentiert, galt der Luftschutzturm an der Neusser Landstraße als echte Innovation, wurden Schutzbauten bis dahin doch nur unterirdisch angelegt. Statt dessen sollten Kegeldach und zylindrische Konstruktion die Bomben abprallen lassen. Tatsächlich blieb der Backsteinbau so gut wie unzerstört.

Zum Tag des offenen Denkmals am Samstag, 10. September 2005, kann die Erfindung von Ludwig Winkel erstmals innen besichtigt werden. Der Bunker auf dem früheren Glanzstoff-Gelände sei zugleich ein gutes Beispiel dafür, mit welchen Schwierigkeiten sich der Denkmalschutz oft konfrontiert sehe, so der kommissarische Stadtkonservator, Dr. Werner Zawisla. Denn für die angestrebte Umnutzung müsse unter anderem der Einbau von Fenstern abgewogen werden."












Der ca. 28 Meter hohe LS-Turm an der Neusser Landstraße bietet mit seinen über 3 Eingängen zu erreichenden 6 Halbebenen eine Kapazität von 600 Personen und stellt damit die größte verfügbare Bauart des Winkelturms dar. Der im Auftrag der als kriegswichtig eingestuften  Firma Glanzstoffe Courtaulds gebaute Turm diente nicht ausschließlich dem Schutz der Belegschaft, sondern bot bedingt durch seine Bauhöhe die Möglichkeit zur Unterbringung einer Brandwache. Durch die vier in der Turmspitze angebrachten Beobachtungsschlitze konnten nach Luftangriffen entstandene Brände schnell lokalisiert und die Löscharbeiten nach der Meldung an  die Leitstellen besser koordiniert werden.

 

Der im Stadtteil Niehl gelegene Luftschutzturm befindet sich heute noch weitgehend im originalen Zustand und ist als Außenstelle des „Kölner Festungsmuseums“ regelmäßig zu besichtigen.



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